Kontrollverluste oder Trennungsangst beim Hund

Zeigt dein Hund Verhaltensauffälligkeiten, wie vermehrtes Bellen, Wasserlassen in der Wohnung oder wirkt sehr traurig und verstört, wenn du den Raum verlässt, kann dies ernstzunehmende Ursachen haben, die du unbedingt behandeln solltest. Sowohl für deinen Frieden als auch die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes ist es wichtig, dass dieser lernt, allein zu bleiben, ohne Angst zu haben, dass du nicht zurückkommst. Da Hunde eigentlich Rudeltiere sind, ist Alleinsein etwas, was diese erst lernen müssen. Was die Problemlösung ist, erfährst du hier.

Auf einen Blick typische Probleme, wenn der Hund allein ist:

  • Dein Hund bellt oder winselt sehr stark, sobald du den Raum verlässt und kaut Gegenstände an
  • Dein Hund ist sehr beschützend und kommt nicht damit zurecht, wenn du ohne ihn das Haus verlässt
  • Plötzlich macht dein Vierbeiner wieder in die Wohnung
  • Kontrollverlust ist die Angst des Hundes, dass du ohne ihn nicht zurechtkommst
  • Bei Trennungsangst hat der Hund Angst, dass du ihn verlässt, somit hat dieser Angst allein zu sein

In diesem Artikel findest du nicht nur alle Informationen zu den Symptomen von Kontrollverlust und Trennungsangst bei Hunden, sonders erfährst auch, was es damit auf sich hat und wie du diese Ängste bekämpfen kannst.

Typische Probleme mit Hunden Was sind die typischen Probleme mit Hunden – und wie kann man sie lösen? In unserem Ratgeber haben wir eine umfangreiche Übersicht für Dich vorbereitet..

Typische Hundeprobleme lösen ->

Die Autorin:
Annegret Ulrich
Als zertifizierte Expertin im Umgang mit Hunden sowie im Bereich der Hundeerziehung weist Annegret Ulrich jahrelange Erfahrung mit unterschiedlichen Vierbeinern auf. Darüber hinaus gibt die Autorin und Hundeliebhaberin Tipps auf ihrem eigenen Hundehilfe-Portal.

Lesezeit: 4 Minuten

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Wie erkenne ich, ob mein Hund Angst vor Trennung oder Kontrollverlust hat?

Hunde, die Ängste haben verlassen zu werden oder dich nicht ausreichend beschützen zu können, zeigen dies durch ein weniger schönes Verhalten. Um hier herauszufinden, worunter genau dein Hund leidet, solltest du die Symptome genau im Auge behalten.

Potentielle Symptome einer Trennungsangst:

  1. Unsauberkeit: Dein Hund wird wieder unsauber und löst sich in der Wohnung/Haus
  2. Trauer: dein Hund heult und jault und sitzt stundenlang hinter der Tür, kratzt an Türen und Wände
  3. Demütige Begrüßung: Kommst du nach Hause, wirst du überschwänglich begrüßt, allerdings in beschwichtigender und demütiger Haltung

Mögliche Symptome des Kontrollverlustes:

  1. Dauerbellen: Dein Hund lässt seine Frustration in Form von Dauerbellen ab
  2. Stürmische Begrüßung: Du wirst regelrecht beim Heimkommen angesprungen, jedoch nicht aus Freude, sondern als Bestrafung
  3. Zerstörungswut: Dein Hund sucht nach einem Abreagieren. Alles kann dann zerstört werden: Sofa, Möbel, Kissen, Schuhe, Pflanzen

Die Sorge, dass du als Rudelführer ohne deinen Hund unterwegs bist, ist dann besonders groß. Dein Hund kann schließlich nicht auf dich aufpassen. Damit kann er seiner Aufgabe nicht gerecht werden.

Der Hund wird richtig panisch, wenn du das Haus ohne ihn verlassen möchtest. Der Hund “maßregelt” dich, wenn du dich ohne sein OK entfernt hast, durch heftiges Anspringen mit den Vorderpfoten. Grundsätzlich kannst du diese Angst mit dem folgenden Beispiel vergleichen: Ein Kind schließt die Mutter oder den Vater in der Wohnung ein und geht völlig allein auf Erkundungstour. Die Eltern haben somit keine Kontrolle mehr über das Kind und werden panisch. Hierbei merkst du vielleicht bereits, dass du mit deinem Hund klären solltest, wer der “Boss” ist.

Jetzt kennst du die Symptome der Trennungsangst und des Kontrollverlustes und kannst vergleichen und sehen, worunter dein Hund leidet und somit die Problemlösung angehen.

So entsteht die Angst vor Trennung:

  • Bereits im Welpenalter ist es wichtig, dass der Hund dir nicht überall hin folgen darf.
  • Ist der Hund es gewohnt, dir überall hinzufolgen, entsteht schnell die Angst vor Trennung, wenn du plötzlich einmal ohne den Vierbeiner vor die Tür gehst.
  • Der Hund hat einfach Angst vor dem Alleinsein, da er dies nicht gewohnt ist.
  • Erziehungsfehler: auch der Halter kann Trennungsangst hervorrufen und fördern.
  • Vorgeschichte bei Hunden aus dem Tierschutz: durch den Verlust des Vorbesitzers kann der Hund traumatisiert sein.

So entsteht die Angst vor Verlust der Kontrolle:

Ein Hund mit Kontrollverlust muss lernen, sich nicht für seinen Menschen zuständig zu fühlen – nur dann wird er auch das Alleinsein irgendwann akzeptieren. Dein Hund hat Angst, dass du ohne ihn nicht zurechtkommst. Prüfe doch einmal nach, wo dein Hund seine Liegeplätze hat. Ist der Platz gleich hinter der Haustür oder aber auch auf der Couch? Wenn ja, dann ist der Hund der Meinung, alles unter Kontrolle zu haben. Suche einen anderen Lieblingsplatz für deinen Hund aus.

Die Problemlösung

Fakt ist, dass ein Hund, der unter einer der Ängste leidet, ernst genommen werden sollte. Während die Angst vor Verlust der Kontrolle leicht gelöst werden kann, ist zur Überwindung der Trennungsangst ein langwieriges Training notwendig.

Um die Angst vor Verlust der Kontrolle zu überwinden, reicht es, dass Mensch-Hund-Verhältnis zu klären. Dies kann damit beginnen, dass du dem Hund nichts durchgehen lässt. Beispiel: Du gibst dem Hund den Befehl, sich zu setzen. Dieser macht dies nicht und du lässt es durchgehen. Somit denkt der Hund, er ist der Boss. Hier gilt es nun, konsequent zu sein. Natürlich ist es nicht mit einem einzigen Befehl getan, sondern erfordert konsequente Ansagen und das Bestehen auf die Ausführung dieser. Bereits nach wenigen Wochen wirst du eine Veränderung im Verhalten bemerken. Dein Hund weiß jetzt, dass du der Boss bist.

Die Angst vor Trennung hingegen erfordert langwieriges Training. Vor allem, wenn dein Hund schon älter ist, ist das Training schwieriger. Du kannst jedoch damit anfangen, den Hund immer wieder in einem Raum zu lassen, während du für wenige Minuten außer Sichtweite bist. Belohne den Hund, wenn dieser nicht winselt. Je nach Ausprägung der Angst kannst du mit zwei Minuten beginnen und die Zeit des Alleinseins langsam steigern. So lernt dein Hund, dass du zurückkommst.

Bist du dir unsicher, was dein Hund allein so zu Hause treibt, so kann eine Haustierkamera eine nützliche Hilfe sein. Du hast somit die Aktivitäten deines Hundes immer im Blick.

Hier einige Hunderassen, die man ohne schlechtes Gewissen allein lassen kann:

  • Malteser
  • Mops
  • Französische Bulldogge
  • Labradoodle
  • Chihuahua

Häufig gestellte Fragen unserer Lesenden:

Hier hat der Hund nie gelernt allein zu sein und hat eine Panikattacke, sobald du das Haus verlässt. Wichtig ist, dass dieser langsam lernt, dass es ok ist, allein zu sein. Geduld ist hier besonders wichtig.

Der Hund denkt, er ist der Boss und muss dich beschützen und durchs Leben führen. Dies kann durch die Klarstellung des Verhältnisses zwischen Menschen und Tier geregelt werden.

In solchen Situationen solltest du einen klaren Kopf bewahren. Dein Stress überträgt sich auf deinen Vierbeiner. Reagiere ruhig und positiv. Mit lautem Schimpfen kannst du negative Bestärkung bei deinem Hund erzeugen.

Hunde, die einen Kontrollzwang entwickelt haben, müssen die Veranlagung dazu besitzen. Die 2. Möglichkeit: der Hund muss diesen Kontrollzwang auch ausleben können.

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